Fasziale Techniken

Faszien – ein Wort das therapeutisch mittlerweile in aller Munde ist… aber was können Sie sich darunter vorstellen? Eine Art Strumpfhose die einzelne Zellen (von Muskeln, Organen, Nerven,…) umhüllt und bündelt und diese wieder zu größeren Einheiten zusammenfasst.

Faszien passen sich an Belastungen an und ermöglichen durch freies gegeneinander Gleiten optimale, schmerzfreie physiologische Bewegung. Sie halten unsere Organe an ihrem Platz und ermöglichen die nervale Ansteuerung, die für alle Prozesse in uns notwendig sind. Mit faszialen Behandlungen verbessern sich viele weitere Bereiche, die zu den vielfältigen Aufgabengebieten gehören wie z.B. Wundheilung, Abwehr und Wasserspeicher.

Was bewirken fasziale Dysbalancen? Stellen sie sich vor, die Strumpfhose hat eine Laufmasche oder sie reibt weil sie sich verdreht hat oder sie klebt gar an einer Stelle fest – dann kann Bewegung nicht richtig funktionieren. Die Nervenansteuerung funktioniert nicht optimal (einschlafende Gliedmaßen oder Kraftverlust), Organe arbeiten nicht optimal (oftmals medizinisch abgeklärt „ohne Befund“, die Funktion ist aber gestört, das spüren wir!) oder der Bewegungsapparat macht nicht schmerzfrei das was wir von ihm wollen…Mit faszialen Techniken wird versucht wieder einen reibungslosen und somit schmerzfreien Bewegungsablauf zu ermöglichen.

Klassische Massage

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Durch länger andauernde Spannungszustände (Hypertonus) kommt es in den verschiedensten Schichten des Körpergewebes zu feinsten Zirkulationsstörungen, die das Muskeleiweis „verkleben“ lassen – spürbare und mitunter sehr schmerzhafte kleine Knötchen (Myogelosen) und verhärtete Muskelstränge (Hartspan) sind die Folge.

Die klassische Massage geht unter die Haut – und zwar  richtig tief. Mit Streichungen, Knetungen, Friktionen, Klopfungen und Vibrationen werden sämtliche Gewebeschichten –  Haut, Unterhautfettgewebe, Muskulatur und Faszien – nachhaltig aktiviert, die Verklebungen aufgelöst, die Ver- und Entsorgung des Gewebes verbessert, der Tonus von Arterien, Venen, Lymphkapillaren und Muskulatur in einen ausgeglichenen Zustand versetzt.

Die klassische Massage wirkt somit nicht nur auf den Köper entspannend, sie beruhigt auch eine angespannte Psyche, lindert Schmerzen und stabilisiert das Immunsystem und trägt zu einer verbesserten Wundheilung bei.

Indikationen/Bei welchen Beschwerden kann die klassische Massage helfen?

  • Chronische Polyarthritis
  • Degenerative Erkrankungen am Bewegungsapparat und Arthosen
  • Posttraumatisch (Gewebeschäden, Hämatome, Muskelkater…)
  • Osteoporose
  • Rheumatismus
  • Verdauungsstörungen
  • Angina pectoris
  • Schlaffe Lähmungen
  • Stressabbau, Burn out, Depressionen

Fussreflexzonenmassage

Fußreflexzonenmassage

Die FUZO ist eine ausgleichende, ganzheitliche Technik:

Unterversorgtes wird angeregt und Überschießendes beruhigt – der Körper wird insgesamt dazu angeregt seine Funktionen auf natürlichem Wege wieder selbst ins Lot zu bringen. Auch bei dieser Technik wird der Körper als Ganzes, als System betrachtet. Mittels fortscheitendem Druck werden entsprechende Zonen am Fuß durchgearbeitet, besteht ein akuter Schmerz, wird dieser mit gleichbleibendem Druck sediert. Sowohl Organ-, Muskel- und Nervenzonen als auch vegetative Fasern (Teil des Nervensystems, der die Funktion innerer Organe steuert) werden in die Therapie miteinbezogen.

 „Kein Befund, alles ok!“ – Warum dann aber meine Schmerzen?

Länger andauernde Belastungssituationen haben nicht nur einen Effekt auf unsere Psyche, sie beeinträchtigen auch die Steuerung unserer vitalen Funktionen – Kreislauf, Verdauung und  Stoffwechsel, Atmung, die Regulierung der Köpertemperatur, …- es läuft nicht rund wie es soll. Trotz fehlenden medizinischen Befunds hat der Patient dennoch sogenannte „funktionelle“ Beschwerden, die in vielerlei Formen – wie  zum Beispiel Bluthochdruck, Gereiztheit, Verdauungsstörungen, Schlaflosigkeit, Schwindel, Kopfweh, Übelkeit, Angeschlagenheit und Schmerz –  auf die vorhandenen funktionellen Störungen hinweisen können.

Dem Körper auf die Sprünge zu helfen,sich selbst zu regulieren!

Schon vor tausenden von Jahren fanden u.a. Chinesen, Ägypter und Indianer heraus, dass sich durch das Ausüben von Druck an bestimmten Zonen der Füsse körperliche Schmerzen lindern lassen. Nach heutigen Erkenntnissen[1],[2] wissen wir, dass die Bearbeitung dieser besonderen Zonen die Durchblutung innerer Organe und Drüsen verstärkt, diese werden besser versorgt und leichter entgiftet, was insgesamt funktionelle Störungen in den betroffenen Bereichen vermindert bzw. helfen kann, diese erst gar nicht entstehen zu lassen.

Vorbeugen und lindern

Grundsätzlich wäre eine regelmäßige präventive Behandlung optimal. Sind einmal alle Kompensationsmechanismen des Körpers aufgebraucht, werden funktionelle Beschwerden zu pathologischen (medizinisch diagnostizierten). Hier kann die FUZO dennoch helfen, die zugrundeliegenden gestörten Körperfunktionen zu verbessern und so eine Linderung der Beschwerden bewirken.

 

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